Bankdaten, die Google Krake und US Bankenvom 27.11.2009 Unsere Bundesregierung - die mit dem Datenschutz - hat zugestimmt dass die Amerikaner fast uneingeschränkt auf unsere Kontodaten zugreifen können. Dazu gehören neben Überweisungen auch Name, Anschrift und die Personalausweisnummern. Wozu warnen eigentlich unterschiedliche Institutionen, besonders europäische, vor der Google Datenkrake? Wenn Google unsere Bücher scannt, ist das böse, da Google damit das europäische Wissen kontrolliere. Google Analytics ist vor kurzem quasie verboten worden (in Deutschland). Und unsere Regierung erlaubt den USA Zugriff auf alle Bankdaten in deutschland. Bravo.
Zukünftig wird also bei der Einreise in die USA auch die letzten 50 Überweisungen kontrolliert. Der Grenzer sieht also, was man als Überweisungszweck angegeben hat. Ob er das auch versteht und objektiv auswerten kann? Nicht wundern wenn der Grenzer uns auf unser Gehalt anspricht, oder dass die Firma bei der man arbeite sogar in den USA bekannt ist ("Great company - we know!"). Vorsicht bei Besserverdienern - neid macht auch vor Grenzbeamten nicht halt. Wer zu wenig verdient, kann auch abgewiesen werden.
US Banken, die auch in Europa tätig sind, werden natürlich keinen Zugriff auf die deutschen Bankdaten haben. Natürlich nicht. Fragt sich nur, wann wir die ersten Werbebriefe im Briefkasten haben, die uns einladen unser Konto doch bei einer Amerikanischen Bank zu führen. Schließlich können die die Kosten für einen Kunden anhand der bestehenden Kontodaten ideal abschätzen. Und vergleichende Werbung ist ja erlaubt: Sie zahlen derzeit bei Bank XY für Ihre 8 Überweisungen 3,90 Euro im Monat. Bei uns erhalten Sie die selbe Leistung schon für 2,90 Euro.
Als Firma würde ich mich wundern, wenn ein amerikanisches Unternehmen mehr über mich erfahren kann als eine Schufa Auskunft auflisten darf. Schließlich wollen die aber bestimmt nur wissen ob wir als Geschäftspartner auch solvent sind. Die Info gibt es dann bestimmt über die US Regierung. Und Paypal und Co greifen jetzt schon auf sogenannte Compliance Listen zu, um zu prüfen ob man mit dem Geschäftspartner überhaupt geschäftlich tätig werden darf. Das da mal nichts durcheinander kommt.
Letztenendes ist die Sache klar, die Amerikaner geben auf der Welt vor wie es zu laufen hat, ansonsten drohen Sanktionen. Unsere Regierung hat nichts degegengehalten - das mit dem Internet haben die ja auch noch nicht verstanden. Und schließlich funktioniert die Verbrechensbekämpfung ja wunderbar, wenn der große Bruder nur noch Listen schickt wer zu verhaften ist. Unglaubwürdig? Nicht wenn die USA dann mit Sanktionen drohen, da sie ja eindeutige Beweise aus Deutschland haben.
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